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Einladung an Chöre und Chorleiter

Vorstellung des Freiburger Chorbuchs 2 auf dem Katholikentag

– aus KMM 67, Mai 2012 –
Book to Look: Abschnitte des Freiburger Chorbuches 2 online anschauen >>>


KMM 66 Freitag, 18. Mai 2012
11 bis 12.30 Uhr
Chorsingen – um Himmels willen
Das neue Freiburger Chorbuch 2 wird vorgestellt in einem offenen Singen unter Leitung von Matthias Degott und Karin Karle
Zentrum Kirche vor Ort
Kirche Heilig-Geist, Roonstraße
Anschließend, 12.30 bis 13 Uhr Mittagsgebet mit dem Freiburger Chorbuch 2

Samstag, 19. Mai 2012
11 bis 12.30 Uhr
Chorsingen – um Himmels willen
mit Wilm Geismann und Michael Meuser
Zentrum Kirche vor Ort
Kirche Heilig-Geist, Roonstraße


Wenn die Leserinnen und Leser der aktuellen KMM-Ausgabe (Heft 67, Mai 2012) das Heft in Händen halten, wird zeitgleich die erste Auflage des neuen FREIBURGER CHORBUCHS 2 die Druckerei verlassen – in Richtung der Kirchenchöre und Chorleiter, die das Buch bereits im Vorfeld geordert haben. Bis Ende Juni läuft noch die Bestellfrist zum überaus günstigen Einführungspreis. Deshalb hier nochmals – in Anlehnung das Vorwort des Buches – die wichtigsten Informationen zum neuen Chorbuch und zu seiner Vorstellung auf dem Katholikentag in Mannheim.

Vor bald 20 Jahren hat das Amt für Kirchenmusik der Erzdiözese mit dem roten FREIBURGER CHORBUCH Neuland beschritten und wichtige Impulse für das Repertoire kirchlicher Chöre gesetzt. Dabei sollte die besondere liturgisch-musikalische Rolle der Kirchenchöre, ganz im Sinne des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962 - 1965), durch ein vielfältig nutzbares Werkbuch gestärkt werden. Mit einer Auflage von inzwischen über 110.000 Exemplaren hat das erste FREIBURGER CHORBUCH sein Ziel, diesen Bedarf zu decken, erreicht und erreicht es auch weiterhin. Es zeigt vor allem, dass zwei musikalische Forderungen der Konzilskonstitution über die heilige Liturgie "Sacrosanctum Concilium" durchaus miteinander vereinbar sind: die Pflege des immensen Schatzes der Kirchenmusik aller Epochen (thesaurus musicae) sowie das Miteinander von Chor und aktiv singender, aber auch aktiv hörender Gemeinde (participatio actuosa).


Freiburger Editionen im Carus-Verlag

Entstanden war das erste FREIBURGER CHORBUCH als "Sammlung" im wahrsten Sinne des Wortes. Die Beiträge dazu stammten aus der chorischen Praxis der Bezirkskantorate mitsamt der Kirchenmusikalischen C-Ausbildung, aus den Dekanatschortagen des Diözesan-Cäcilienverbandes und nicht zuletzt den Kirchenmusikalischen Werkwochen. Insgesamt ist das Chorbuch dadurch einer großen stilistischen Vielfalt und historischen Bandbreite sowie der Orientierung am leichten bis mittleren Schwierigkeitsgrad verpflichtet.
"Aus der Praxis – für die Praxis" heißt das Motto auch für alle weiteren Editionen des Amts für Kirchenmusik der Erzdiözese Freiburg. Bei ähnlicher Zielrichtung nehmen sie jeweils einen neue Zielgruppe in den Blick. So erschienen – jeweils mit CD-Einspielung – 2004 das FREIBURGER ORGELBUCH (in zwei Bänden) für die Organisten, sodann zur Aufwertung des Kantorendienstes das FREIBURGER KANTORENBUCH (2006) und schließlich im Jahr 2008 das FREIBURGER KINDERCHORBUCH unter dem Titel "Singt für Gott und die Welt" in Kooperation mit dem Pueri-Cantores-Verband. Allen Editionen gemeinsam ist die Verankerung in der kirchenmusikalischen Praxis und Ausbildung. Hier wurden sämtliche Stücke erprobt; viele sind zudem eigens in diesem Zusammenhang entstanden.


Das FREIBURGER CHORBUCH 2

Genau ein halbes Jahrhundert nach dem Beginn des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962) erscheint nun das FREIBURGER CHORBUCH 2. Es will zum einen die Linie Reihe der Freiburger Editionen fortsetzen, zum anderen aber auch den Veränderungen in der lebendigen Chorszene Rechnung tragen. Das Repertoire ist inzwischen internationaler geworden, weil Impulse aus den nord- und osteuropäischen Chor-Landschaften ebenso gern von Chören aufgegriffen werden wie zahlreiche Einflüsse der englisch-anglikanischen Chortradition – man denke nur an den Evensong. In diesem Chorbuch finden sich zahlreiche internationale Beiträge, und zwar jeweils sowohl in der Originalsprache als auch mit einer gut singbaren deutschen Textunterlegung, die in vielen Fällen eigens neu erstellt worden ist.

Pluralität der Stile und Epochen ist ein weiteres Stichwort. In vielen Chören finden Tradition und neue Wege zu gegenseitiger Inspiration. Ein wachsender Trend ist auch das erfreuliche Zusammenwirken von Chor und Orgel sowie von Kirchenchor und Kinderchor. Zudem gibt es vermehrt nicht nur die musikalische Zusammenarbeit benachbarter Chöre, sondern auch Chortreffen in ökumenischer Verbundenheit. Und eine weitere Herausforderung für Kirchenchöre wird gewiss auch das neue katholische Gebet- und Gesangbuch GOTTESLOB sein, dessen Einführung am besten gelingen wird, wenn die Zusammenarbeit der möglichst breit vorhandenen kirchenmusikalischen Rollen bereits gut eingespielt ist. Deshalb sind etliche Lieder schon berücksichtigt, die uns aller Voraussicht nach auch im Stammteil bzw. Eigenteil des neuen GOTTESLOB begegnen werden.


Neue Schwerpunkte im Repertoire

Das FREIBURGER CHORBUCH 2 dient der Erweiterung des Repertoires gemischter Kirchenchöre mit vorwiegend vierstimmigen Stücken für die Liturgie, sei es Eucharistiefeier (Auswahl von Messgesängen) oder Tagzeiten (wie Vesper, musikalisches Nachtgebet) oder kirchenmusikalisch gestaltete Andachten von der Passions- bis zur Maiandacht. Einige Stücke sind dreistimmig (S,A,M), andere zwei- oder einstimmig mit Orgelbegleitung. Auch im Blick auf Kirchenkonzerte bietet das neue Chorbuch vielfältige Anregungen. Berücksichtigt sind alle Stationen des Kirchenjahres von Advent bis Christkönig (Ewigkeitssonntag). Bekannte Kirchenlieder wie "Alles meinem Gott zu Ehren" und "Bewahre uns, Gott, behüte uns, Gott" erscheinen in neuen Chorsätzen. "Großer Gott, wir loben dich" mit neuem Überchor von BK Matthias Degott, der bereits beim Papstgottesdienst in Freiburg erklungen ist, ebenso wie die Amen-Coda von Carl Loewe.

Insgesamt ist, wie schon beim ersten FREIBURGER CHORBUCH, die kirchenmusikalische Kreativität besonders gefragt. Was heißt das? Alle Chorwerke stehen einerseits für sich, andererseits sind sie musikalische Bausteine. So eröffnen sich viele Verwendungsmöglichkeiten der liturgischen und konzertanten Aufführungspraxis:
  • strophischer Wechsel von Chor und Ge- meinde oder von Chor und Orgelchoral,
  • Passionslesung mit ergänzenden Chor- bzw. Gemeindestrophen,
  • Verbindung von liturgischer Handlung wie Gabenprozession oder Evangelienprozession mit Musik,
  • Einsatz zusätzlicher Instrumente.


Hauptband, CD und editionchor

Das FREIBURGER CHORBUCH 2 ist in der Reihenfolge der Sätze alphabetisch angelegt. Inhaltsverzeichnis und Register des Hauptbandes wollen den Gebrauch erleichtern und dazu anregen, Gottesdienste musikalisch zu "komponieren". Hierbei werden viele Spannungsverhältnisse erkennbar, die keineswegs unvereinbare Gegensätze sind, sondern positiv genutzt werden können, wenn sie in einen Dialog miteinander treten: Dabei können sogar scheinbar gegensätzliche Aspekte miteinander in Verbindung gebracht werden: Latein und andere Sprachen, Chor und Gemeinde, Lieder und andere Gesänge – hinzu kommt der Dialog der kirchenmusikalischen Rollen und Stilrichtungen, der bisweilen auch in einem einzigen Werk erlebbar wird, etwa wenn BK Leo Langer eine alte gregorianische Melodie wie das "Ite, missa est" mit dem neuen Lied "Bewahre uns Gott, behüte uns Gott" geschickt kombiniert.

Zwei Neuerungen gibt es im Vergleich zum ersten FREIBURGER CHORBUCH. Das FREIBURGER CHORBUCH 2 erscheint mit einer CD ausgewählter Werke, eingespielt in Kooperation mit dem Südwestrundfunk Baden-Baden von der "Rastatter Hofkapelle" unter Leitung von Bezirkskantor Jürgen Ochs. Orte dieser CD-Produktion waren die Evangelische Stadtkirche Rastatt (Heintz-Orgel mit vier Manualen und Pedal) sowie das Hans-Rosbaud-Stu- dio des Südwestrundfunks in Baden-Baden. Gerade bei wenig bekannten Komponisten und der spezifischen Klangwelt vieler Stücke sollten dem Chorbuch auch klingende Anregungen beigegeben werden. Dankenswerter Weise hat die Erzbischof Hermann Stiftung in der Erzdiözese Freiburg die CD-Aufnahme mit einem Zuschuss gefördert. Das Chorbuch selbst, dies ist die zweite Neuerung, erscheint in zwei Bänden: der Hauptband für Dirigenten und Begleiter enthält alle Stücke mitsamt Instrumentalbegleitung sowie die Register. Für die Hand der die Chorsänger gibt es die übersichtliche editionchor mit dem gleichen Aufbau wie der Hauptband, wobei jedoch die für die Sängerinnen und Sänger nicht benötigten Orgel- und Klavierbegleitsätze auf Stichnoten reduziert sind. Die Mindestbestellmenge für die editionchor sind 20 Exemplare.


Chorbuch-Kommission

Die Mitglieder der Chorbuch-Kommission unter Leitung von DKMD Wilm Geismann waren die Bezirkskantorinnen und -kantoren Matthias Degott (Gengenbach), KMD Brigitte Fröhlich (Mannheim), Karin Karle (Münstertal), Leo Langer (Karlsruhe), KMD Michael Meuser (Tauberbischofsheim), Jürgen Ochs (Rastatt) sowie Dr. Meinrad Walter, Amt für Kirchenmusik, und Kantor Alexander Niehues als zeitweiligem Vertreter der Münstertäler Bezirkskantorin Karin Karle.

In zahlreichen Sitzungen wurden Stücke zusammengetragen, gesungen und bewertet. Fehlendes wurde neu komponiert, vor allem aber galt das Augenmerk der ausgewogenen Mischung, die für ein Chorbuch überaus wichtig ist. In die angenehme und konstruktive Teamarbeit waren bei einzelnen Stücken immer auch weitere Bezirkskantorinnen und -kantoren einbezogen. Einige Komponisten haben Werke eigens für diese Edition geschaffen oder vorhandene Stücke bearbeitet. Und überaus erfreulich gestaltete sich wiederum die hervorragende Zusammenarbeit mit dem Carus Verlag Stuttgart. Vom ersten Signal aus Freiburg, dass vielleicht ein CHORBUCH 2 bald entstehen könnte, bis zu den letzten Korrekturen gab es eine gute Zusammenarbeit mit etlichen Abteilungen des Verlagshauses, insbesondere mit der Geschäftsführung (Dr. Johannes Graulich und KMD Günter Graulich) sowie mit der Werbeabteilung und dem Lektorat (Lektorin Julia Rosemeyer).


Bestellmöglichkeit

Kirchenchöre und Kirchenmusiker der Erzdiözese Freiburg sowie die Pfarrgemeinden und Seelsorgeeinheiten im Erzbistum können das FREIBURGER CHORBUCH 2 noch bis 30. Juni zum "Freiburg-Sonderpreis" über das Amt für Kirchenmusik bestellen. Die Staffelpreise sind äußerst günstig, denn wenn etwa eine Seelsorgeeinheit das Buch für ihre Chöre bestellt und so deren gemeinsames Singen fördert, kostet das Exemplar für den einzelnden Chorsänger weniger als 10 Euro!

Bestellen können Sie mit dem Flyer, den alle uns gemeldeten Chöre und Kirchenmusiker erhalten haben und der im letzten Monat auch der Sammelsendung des Erzbischöflichen Seelsorgeamts beigelegen hat.


Auf dem Katholikentag Mannheim

Wie bereits früher schon mitgeteilt, gibt es im Jahr 2012 keine Kirchenmusikalische Werkwoche, sondern Treffpunkte für Kirchen- und Kinderchöre auf dem Katholikentag. Schon beim ersten Durchblättern des umfangreichen Katholikentagsprogramms zeigt sie eine erfreuliche Vielfalt: vom Chor- und Orchesterkonzert über musikalische Nachtgebete, von der Podiumsdiskussion über Liturgie und Kirchenmusik bis zum NGL-Oratorium. In Regie des Amts für Kirchenmusik und Bezirkskantoren der Chorbuch-Kommission widmen sich zwei Veranstaltungen speziell dem neuen FREIBURGER CHORBUCH 2.


Unerlaubtes Kopieren von Noten

Auch im Zusammenhang des Freiburger Chorbuchs 2 weisen wir darauf hin, dass das Kopieren urheberrechtlich geschützter Noten nicht erlaubt ist. Musikalische Werke sind bis 70 Jahre nach dem Tod des Komponisten und/oder Textdichters bzw. Bearbeiters geschützt – das heißt, dass erst danach die Werke frei veröffentlicht und aufgeführt werden dürfen. Dies heißt aber nicht, dass solche "alten Werke" generell kopiert werden dürfen, denn in der Regel sind moderne Notenausgaben alter Werke auch deshalb geschützt, weil beispielsweise die Leistung des Herausgebers, des Klavierauszugsbearbeiters oder Generalbassaussetzers schutzwürdig ist. Man darf also nicht eine neu erschienene Mozart-Messe kopieren, weil Mozart schon so lange tot ist ...
Die Vervielfältigung von Liedblättern für Gottesdienste und andere kirchliche Veranstaltungen in unseren Gemeinden sind hingegen durch einen Rahmenvertrag geregelt, der dies in den meisten Fällen abdeckt. Dieser Vertrag gilt jedoch ausdrücklich nicht für Chorvorträge im Gottesdienst und die hierfür benötigten Chornoten.
Der Carus-Verlag stellt zwar in Einzelfällen auch Einzelausgaben aus seinen Chorbüchern her, dies ist aber nur möglich wenn die Originalrechte beim Carus-Verlag liegen. Genaueres erfahren Sie direkt beim Verlag. Und bitte bedenken Sie: Beim Freiburger Chorbuch 2 stellt sich diese Frage schon deshalb nicht, weil es zu einem unschlagbaren Preis erhältlich ist – als preiswerte Anschaffung in Chorstärke mit "Nachschub" an Stücken auf Jahre und Jahrzehnte!
Weitere Informationen zum Urheberrecht finden Sie auf der Webseite des Erzbischöflichen Ordinariats.


Besondere Chancen

Worin liegen die besonderen Chancen des FREIBURGER CHORBUCH 2? Zwei Apekte seien hervorgehoben. Zum einen deckt dieses Chorbuch alle gottesdienstlichen Möglichkeiten ab, bei denen Chorgesang zum Gelingen der Feier beiträgt. Von der Maiandacht bis zum Evensong, von der Messe bis zur Vesper, vom Ersten Advent bis Christkönig. Der in den nächsten Jahren und Jahrzehnten zu erwartende Rückgang an Messfeiern stellt an die Chöre Fragen: Wann können wir singen? Traditionell haben wir zwar immer am Ostersonntag gesungen, aber diese Feier ist jetzt in der Nachbarpfarrei, bei uns ist die feierliche Ostervesper, in der wir singen könnten ... Antworten im Blick auf das Repertoire bietet das neue Chorbuch.
Der zweite Punkt: In den letzten Jahren und Jahrzehnten waren herausragende Anlässe für das gemeinsame Singen mehrerer Kirchenchöre die "Dekanatschortage". Sie wird es gewiss weiterhin in den vergrößerten Dekanaten (oder Teilen daraus) geben, auch mit dem neuen Chorbuch. Daneben aber scheint es wichtig, dass insbesondere die Chöre einer Seelsorgeeinheit aufeinander zugehen, wobei neben dem speziellen eben auch ein wachsendes gemeinsames Repertoire sehr wichtig ist. Das bisher oftmals selbstverständliche Prinzip, dass immer nur der Chor singt, in dessen Pfarrkirche ein Gottesdienst gefeiert wird, könnte so sinnvoll ergänzt werden – ja es muss auf Dauer ergänzt werden, wenn gerade kleinere Chöre ihr regelmäßiges Singen an Festtagen aufrecht erhalten wollen. Das komplizierte Abgleichen verschiedener Notenausgaben erübrigt sich, wenn als "Grundstock" gemeinsamen Singens (das die Selbständigkeit der Chöre gar nicht antastet) das FREIBURGER CHORBUCH Verwendung findet, und zwar das alte wie das neue.




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